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View Full Version : هيثم الطعان:رسالة المنظمة الدولية للدفاع عن حقوق الانسان الى الحكومة الالمانية بخصوص


بحزاني نت
14-08-2007, 08:53
ألمانيا: أوقفوا محاولات تجريد العراقيين من وضعية اللاجئ



السياسة الألمانية لا تأخذ في الحسبان العنف والاضطهاد المستمرين في العراق

- قالت هيومن رايتس ووتش في رسالة بعثتها اليوم إلى السلطات الألمانية إن على ألمانيا أن توقف فوراً مساعيها الرامية لتجريد اللاجئين العراقيين من وضعية اللاجئ وإعادة التفكير في أوضاع أكثر من 18,000 عراقي تم تجريدهم من هذه الوضعية.



واشنطن، 10 يوليو/تموز 2007)



فمنذ نوفمبر/تشرين الثاني 2003 أرسل المكتب الفيدرالي الألماني للاجئين والهجرة رسائل إلى حوالي 20,000 لاجئ عراقي يخطرهم فيها بنية ألمانيا بإلغاء صفة اللجوء عنهم رسمياً. وتفيد الرسائل بأن الوضع السياسي في العراق تغير جذرياً بعد سقوط نظام صدام حسين، وأنه لا يوجد ما يشير إلى أن الحكومة العراقية الجديدة سوف تقوم باضطهادهم. ومنذ ذلك الوقت جردت السلطات أكثر من 18,000 لاجئ عراقي من وضعية اللجوء.
وقال بيل فريليك، مدير قسم سياسات اللاجئين في هيومن رايتس ووتش: "لا يعني سقوط نظام صدام حسين أن العراق بات آمناً الآن بحيث يعود اللاجئون العراقيون إلى بلدهم"، مضيفاً بأن "على الحكومة الألمانية أن تقر بتواصل الاضطهاد والعنف واسع النطاق رغم تغير الحكم في بغداد".
وبحسب اتفاقية اللاجئين لعام 1951، يمكن إنهاء حق لجوء شخص حين تنتفي الأسباب التي أدت إلى لجوئه، على أن تكون التغيرات التي أدت إلى انتفاء هذه الأسباب جذرية ودائمة. وقد تأتي التهديدات أيضاً من مصادر جديدة مستقلة عن الحكومة، مثل الميليشيات الطائفية التي ظهرت في العراق بعد الغزو الذي قادته الولايات المتحدة.

وقال بيل فريليك إنه "من المبكر جداً سحب حق اللجوء من العراقيين اللاجئين إلى ألمانيا، ولاسيما أن الوضع في العراق لا يزال غير مستقر"، وتابع يقول بأنه "على ألمانيا أن تساعد في تخفيف عبء أزمة اللاجئين العراقيين عن بلدان مثل الأردن وسورية، لا أن تفاقم المشكلة بتجريد العراقيين من وضعية اللاجئ".
وحسب المفوض السامي لشؤون اللاجئين التابع للأمم المتحدة فإن إشعارات التجريد الجماعي التي وجهتها السلطات الألمانية سببت ذعراً واسعاً بين المنفيين العراقيين الذين يعيشون في ألمانيا وعددهم 73,500 عراقي، وحوالي نصفهم من اللاجئين. حيث يخشى هؤلاء من أنه إذا تم تجريدهم من وضعية اللاجئ فسيجري ترحيلهم إلى بلاد غارقة في العنف وعدم الاستقرار.
غير أن السلطات الألمانية تلح على أن تجريد العراقيين من وضعية اللاجئ لا يعني آلياً ترحيلهم إلى العراق، وأنه لا تتم اليوم أية عمليات ترحيل من هذا النوع. ومع ذلك فإن سحب حق اللجوء تستتبعه تداعيات هامة.
فحسب خطة الحكومة الألمانية، سيتم إعطاء العراقيين الذين يُجردون من وضعية اللاجئ وضعاً قانونياً آخر يسمى وضعية المقبولين، وهو وضع قصير الأمد يترك المستفيدين منه تحت طائلة الترحيل في أي وقت. فضلاً عن ذلك، يمكن أن يخسر من يكونون في هذا الوضع وظائفهم وأن يخضعوا لقيود على تحركاتهم في ألمانيا. ومن شأن هذه القيود الجديدة على العمل والحركة أن تشكل ضغطاً غير مبرر على اللاجئين العراقيين من أجل دفعهم للعودة إلى العراق غير المستقر.
وذكرت هيومن رايتس ووتش في رسالتها إلى السلطات الألمانية أن الإلغاء الآلي لحق اللجوء لا يتسق مع معايير إلغاء حق اللجوء التي حددتها اتفاقية الأمم المتحدة حول اللاجئين لعام 1951، كما أن استبدال وضع اللاجئين بوضع المقبولين لا يتفق مع القوانين العامة للاتحاد الأوربي حول وضعية اللجوء، والمعروفة باسم "توجيه التأهيل" والتي تضع معايير الحد الأدنى لاعتبار الشخص لاجئاً أو في حاجة ما إلى الحماية الدولية.
وإلى ذلك فإن هيومن رايتس ووتش قلقة على الأخص من انعكاسات مثل هذا التجريد على بلدان الشرق الأوسط التي تكابد مشقة استيعاب أعداد كبيرة من اللاجئين العراقيين. ويُقدر المفوض السامي لشؤون اللاجئين التابع للأمم المتحدة أنه إضافة إلى 1.9 مليون مشرد عراقي داخل العراق، هناك حوالي 2 مليون عراقي خارج العراق معظمهم في الأردن وسورية.
وقال بيل فريليك: "يوصل تجريد ألمانيا للاجئين العراقيين من وضعية اللاجئ برسالة خاطئة لجيران العراق، حيث يعاني اللاجئون العراقيون من وضع قانوني هش ومن عمليات ترحيل وصد على الحدود







Deutschland: Irakern soll Flüchtlingsstatus nicht aberkannt werden

Deutsche Politik missachtet anhaltende Gewalt und Verfolgung im Irak

(– Deutschland soll ab sofort irakischen Flüchtlingen den Flüchtlingsstatus nicht mehr entziehen. In den mehr als 18.000 Fällen, in denen der Flüchtlingsstatus bereits widerrufen worden ist, soll die Entscheidung noch einmal überprüft werden, teilt Human Rights Watch heute mit.

Washington, 10. Juli 2007)

Seit November 2003 hat das Deutsche Bundesamt für Migration und Flüchtlinge etwa 20.000 irakische Flüchtlinge schriftlich darüber informiert, dass Deutschland beabsichtigt, ihren Flüchtlingsstatus zu widerrufen. In den Briefen wird darauf hingewiesen, dass sich die politische Situation im Irak seit dem Sturz von Saddam Husseins Regime grundlegend geändert habe und es keine Anzeichen dafür gebe, dass auch die neue irakische Regierung sie verfolgen werde. Seither haben die Behörden bei mehr als 18.000 irakischen Flüchtlingen die Asylanerkennung widerrufen.
„Die Entmachtung von Saddam Hussein bedeutet keineswegs, dass es für die irakischen Flüchtlinge sicher ist, in ihre Heimat zurückzukehren”, sagt Bill Frelick, Direktor der Abteilung für Flüchtlinge von Human Rights Watch. „Die deutsche Regierung sollte anerkennen, dass Verfolgung und weit verbreitete Gewalt trotz des Regierungswechsels in Bagdad andauern.”
Laut der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 kann der Flüchtlingsstatus zwar widerrufen werden, sobald die Umstände nicht mehr bestehen, die eine Person zur Flucht veranlasst haben. Doch die Veränderungen müssen sowohl grundlegend als auch von Dauer sein. Es können jedoch neue Bedrohungen auftreten, etwa durch Gruppierungen, die nicht im Namen einer Regierung handeln. Dazu gehören ultra-religiöse Milizen, die sich seit der von den USA angeführten Invasion im Irak schnell verbreitet haben.
„Es ist ganz einfach noch zu früh, den Flüchtlingsstatus von Irakern aufzuheben, denen in Deutschland Asyl gewährt worden ist, besonders solange die Situation im Irak noch so instabil ist”, sagt Frelick. „Vielmehr sollte Deutschland dabei helfen, die Flüchtlingskrise in Ländern wie Jordanien und Syrien zu lindern und nicht das Problem zu verschärfen, indem es Irakern in Deutschland den Flüchtlingsstatus entzieht.“
Laut dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) sind die 73.500 irakischen Exilanten in Deutschland sehr beunruhigt durch die massenhaften Aberkennungsbescheide. Ungefähr die Hälfte der Exilanten sind als Flüchtlinge anerkannt. Wenn erst einmal ihr Flüchtlingsstatus widerrufen ist, so fürchten sie, können sie jederzeit in den von Gewalt und Instabilität gekennzeichneten Irak abgeschoben werden.
Die deutschen Behörden betonen, dass eine Aberkennung des Flüchtlingsstatus nicht automatisch die Abschiebung in den Irak bedeute. Tatsächlich finden derzeit solche Abschiebungen von Irakern auch nicht statt. Dennoch hat die Aberkennung schwerwiegende Konsequenzen.
Die Bundesregierung gewährt Irakern, denen der Flüchtlingsstaus entzogen wurde, den Status der Duldung. Dieser Status bietet jedoch keinerlei längerfristige Sicherheit, und die „Geduldeten“ müssen jederzeit mit ihrer Abschiebung rechnen. Zudem können Personen unter dem Status der „Duldung“ ihren Arbeitsplatz verlieren und müssen Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit innerhalb der Bundesrepublik hinnehmen. Durch diese neuen Einschränkungen ihrer Arbeits- und Reisemöglichkeiten sind die irakischen Flüchtlinge übermäßigem Druck ausgesetzt, in den von Instabilität geprägten Irak zurückzukehren.

Human Rights Watch hat in einem Brief an die deutschen Behörden darauf hingewiesen, dass die automatische Aberkennung des Flüchtlingsstatus nicht mit der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 hinsichtlich der Beendigung des Flüchtlingsstatus vereinbar ist. Auch ist der alternative Status der Duldung für irakische Flüchtlinge nicht vereinbar mit den gemeinsamen EU-Regelungen über den Flüchtlingsstatus, der so genannten „EU-Anerkennungsrichtlinie“. Darin werden die Mindestnormen aufgeführt für die Anerkennung als Flüchtling oder als Person, die anderweitig internationalen Schutz benötigt.
Darüber hinaus ist Human Rights Watch besonders besorgt über die Wirkung, die eine solche Aberkennung auf Länder im Nahen und Mittleren Osten haben könnte, in denen sich eine große Anzahl irakischer Flüchtlinge aufhält. Der UNHCR schätzt, dass neben den 1,9 Millionen Menschen, die innerhalb des Iraks vertrieben wurden, bis zu zwei Millionen in andere Länder geflohen sind, meist nach Jordanien und Syrien.
„Die Aberkennung des Flüchtlingsstatus in Deutschland sendet das falsche Signal an Iraks Nachbarstaaten, wo die irakischen Flüchtlinge einen sehr unsicheren rechtlichen Status haben. Manchmal werden sie von dort abgeschoben oder an der Grenze abgewiesen“, sagt Frelick.